Heinz-Lothar Barth

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Dr. Heinz-Lothar Barth

Christen in Ost und West

Wo wurde die apostolische Tradition treuer bewahrt?

Ent­täuscht über die „Selbst­zerstörung der katho­li­schen Kirche“ (Papst Paul VI.) meinen manche Gläubige, ihr Heil im christ­lichen Osten, vor allem bei den „Ortho­doxen“, finden zu können. An­ge­zogen werden sie vor allem von der Schön­heit und Heilig­keit der Gött­lichen Litur­gie in deren ver­schie­de­nen Formen. Doch wurden in Wahr­heit nicht wenige Ele­mente des ur­sprüng­lichen Glaubens im Westen besser bewahrt. Durch die Miß­achtung des Papst­amtes haben die Ortho­doxen die Ein­heit in der Wahr­heit ver­loren. Der Priester­zöli­bat wurde, zum Teil mittels Ver­fäl­schung antiker Texte, ge­schwächt. Die Ehe ist gegen Christi klares Gebot auf­lös­bar. Der Hl. Geist geht nur vom Vater und nicht auch vom Sohne aus. Die Ein­set­zungs­worte Jesu im Abend­mahls­saal sind nicht mehr aus sich selbst heraus kon­sekrie­rend. Wegen des Fehlens eines ein­heit­lichen Lehr­amtes konnte es sogar zum Aus­fall der Wand­lungs­worte in der Litur­gie der Assyrer kommen (Kanon von Addai und Mari). Die Orien­talen, die immer­hin wunder­bare Ele­mente der Frömmig­keit mit­bräch­ten, müß­ten zur Wieder­gewin­nung der Ein­heit im Glauben nach Rom zurück­finden. Das setzt frei­lich voraus, daß Papst und Bischöfe ihrer­seits ihre par­tiel­le Re­ser­ve gegen­über der eigenen Tra­di­tion auf­geben, vor allem, was die Hl. Messe betrifft.

Sarto-Verlag, Bobingen, ISBN-13 978-3-96406-084-6
 
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